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    b4p trends: New Work – der Wert des Wohnens und Mobilität in der Post-Corona-Welt

    Die Corona-Pandemie hat den Alltag der Deutschen auf den Kopf gestellt, mobiles Arbeiten und Homeoffice haben ihre Spuren hinterlassen. Wird das auch weiterhin so bleiben, hat sich die vermehrte Zeit in den eigenen vier Wänden auf deren Gestaltung ausgewirkt und hat sich die Mobilität der Menschen durch die neuen Arbeitsbedingungen verändert? Diesen und weiteren Fragen geht die neue b4p trends Befragung der Gesellschaft für integrierte Kommunikationsforschung(GIK)nach.

    Aktuell arbeiten rund 41% der Berufstätigen entweder im Homeoffice oder im Mobile Office und weitere rund 13% geben an, dass es für sie prinzipiell möglich wäre, von zuhause zu arbeiten. Dabei ist knapp die Hälfte (49%) der Berufstätigen im Homeoffice oder im Mobile Office ein bis drei Tage pro Woche von zuhause tätig, bei 37% sind es vier bis fünf Tage und rund 14% haben eine variable Zeiteinteilung für die Wahl ihres Arbeitsorts.

    Bei rund 28% der betroffenen Berufstätigen ist das heimische Arbeitsumfeld erst durch die Corona-Pandemie zur neuen Normalität geworden, 46% arbeiten nun häufiger als vorher von Zuhause und für ein Viertel (26%) hat sich in dieser Hinsicht nichts geändert. Und das wird wohl auch in Zukunft so bleiben: 91% der aktuell im Homeoffice oder im Mobile Office arbeitenden Berufstätigen geben an, dass sie auch in Zukunft weiterhin flexibel oder zumindest teilweise ihren Arbeitsort selbst bestimmen werden.

    Home Office kommt bei den Deutschen grundsätzlich gut an

    Das neue Arbeitsumfeld wird mehrheitlich positiv bewertet: 86% der Befragten kommen gut im Homeoffice zurecht und 81% arbeiten gerne von Zuhause aus. 69% können sich sogar das Arbeiten ohne die Option auf Homeoffice gar nicht mehr vorstellen. Außerdem sind sich die Befragten zu 91% einig, dass das Homeoffice mehr Flexibilität im Alltag ermöglicht und 65% sind sogar der Überzeugung, von Zuhause effektiver arbeiten zu können. Es gibt aber auch eine Kehrseite: So vermissen 66% der im Homeoffice tätigen Deutschen die sozialen Kontakte mit den Kollegen und mehr als die Hälfte (54%) freut sich darüber, mal wieder ins Büro gehen und nicht von zuhause aus arbeiten zu müssen.

    Diese Ambivalenz ist auch in punkto Kinderbetreuung spürbar: 89% der im Homeoffice arbeitenden Berufstätigen mit Kindern sind der Überzeugung, dass ihnen das Arbeiten von Zuhause die Aufsicht ihrer Kinder während Kita- und Schulschließungen erleichtert hat. Doch gleichzeitig geben 75% zu, sich im Homeoffice nicht wirklich nebenher auch um ihre Kinder kümmern zu können. Kritischer wird das Homeoffice von den Deutschen gesehen, die weiterhin im Büro arbeiten. Von ihnen freuen sich 69%, nicht von zuhause arbeiten zu müssen, für 28% wäre dies aufgrund ihrer Internetverbindung sogar gar nicht möglich.

    Mein Zuhause soll noch schöner werden

    Für eine große Mehrheit der Deutschen hat sich der Wert des eigenen Zuhauses durch die Pandemie um einiges erhöht: Rund 83% sagen, dass es ihnen durch Corona wichtiger geworden sei, ein Zuhause zu haben, in dem sie sich wohlfühlen. Dementsprechend interessieren sich nun auch 45% mehr als vorher für Themen rund um Wohnen und Einrichten sowie 47% für alles rund um Garten, Balkon und Terrasse.

    Dies führt auch zu entsprechenden Verschönerungsmaßnahmen in der Praxis: So wollten 34% aufgrund der Corona-Pandemie etwas an ihrer Wohnsituation ändern - über ein Viertel (27%) hat die Wohnung bereits renoviert und weitere 23% planen dies noch zu tun. Außerdem haben sich 25% neue Gegenstände für die Wohnungseinrichtung gekauft. Inspiration finden die Deutschen für ihre Heimwerkerprojekte dabei vor allem im Internet (54%). Aber auch TV-Sendungen (27%), Zeitschriften (26%) und soziale Medien (27%) werden von jeweils mehr als einem Viertel der Menschen dafür gerne genutzt.

    Mobilität im Wandel

    Der Wohlfühlfaktor Zuhause scheint sich auch in die Welt außerhalb der eigenen Wände zu übertragen: Das eigene Auto ist mit Abstand das beliebteste Fortbewegungsmittel im Alltag der Deutschen. 73% nutzen mindestens einmal in der Woche den eigenen PKW und gut ein Drittel der Befragten ist sogar täglich mit dem eigenen Wagen unterwegs. An zweiter Stelle folgt das Fahrrad, welches von 41% wöchentlich und von 10% täglich gefahren wird. Die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen wiederum 28% wöchentlich und 9% täglich und die Bahn wird von 11% bzw. 2% genutzt.

    Durch die Corona-Pandemie und die damit einhergehenden Einschränkungen hat sich das Mobilitätsverhalten der Menschen zwar verändert – allerdings nicht so stark, wie das vielleicht zu erwarten gewesen wäre. So haben rund zwei Drittel ihr Fahrverhalten auch in der Pandemie beibehalten – selbst wenn aktuell über 41% der Deutschen aus Angst vor einem erhöhten Infektionsrisiko öffentliche Transportmittel eher meiden. Die größten Veränderungen zeigen sich bei der Nutzung von Flugzeugen und Taxis: 18% der Deutschen sind während der Pandemie seltener als sonst in ein Flugzeug gestiegen, 10% sind gar nicht mehr in den Flieger gestiegen und rund 15% sind weniger häufig Taxi gefahren.

    Wo Corona es nicht geschafft hat, wirklichen Umbruch herbeizuführen, hat der Klimawandel deutlich mehr Spuren in den Köpfen der Deutschen hinterlassen. Die Mehrheit der Menschen (59%) zeigt generell Bereitschaft, zum Schutz des Klimas auf emissionsstarke Verkehrsmittel zu verzichten und die Hälfte der Befragten ist bereit, ihr Reiseverhalten zu ändern (50%).  So wären rund 71% der Deutschen bereit, auf ihr Auto oder Motorrad zu verzichten, wenn die öffentlichen Verkehrsmittel deutlich günstiger werden würden. Und rund 56% geben an, sie würden häufiger auf das Fahrrad steigen, wenn die Fahrradwege im Land besser ausgebaut wären.

    Gleichzeitig ist das Interesse an elektrischen Autos trotz Klimaschutzbedenken gegenüber den Verbrennern erstaunlicherweise noch verhältnismäßig gering. Vor allem die hohen Preise für batteriebetriebene Fahrzeuge schrecken 70% der Befragten ab und auch die aktuell noch geringe Reichweite der Autos stellt für 67% eine Hürde dar. Zusätzlich wird die noch nicht ausreichende Förderung durch den Bund von 58% als abschreckend wahrgenommen.

    Die Studienergebnisse aller bisher veröffentlichten b4p trends-Ausgaben sowie Grafiken finden Sie auf der GIK-Website unter www.gik.media/b4p-trends

    [1] Basis: n=1.037 Personen, repräsentativ für die deutsche Online-Gesamtbevölkerung 16+ Jahre gewichtet nach Alter, Geschlecht (gekreuzt), Bildung laut b4p 2021 (Onliner in den letzten 3 Monaten). Befragungszeitraum: 16.09 - 26.09.2021

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